Offizieller Start von shalom-lockenhaus.at am 1. September 2019, Europäischer Tag der jüdischen Kultur

Warum gedenken

Im April 1938 übersiedeln die letzten noch in Lockenhaus verbliebenen jüdischen Bewohner „freiwillig nach Wien zu Verwandten“, wie es in dem am 23.4.1938 verfassten Bericht des Gendarmerie-Kommandos so zynisch steht.

Im April 2018, achtzig Jahre nach der Vertreibung der jüdischen Nachbarn, steht das Mahnmal für die Lockenhauser Opfer der Shoa hinter einer Hecke und ist aus dem Blickfeld der Bevölkerung und aus ihrem Gewissen verschwunden. (aus dem Booklet Mensch und Nachbar)

Judenplatz in Wien

65.000

Diese Zahl steht eingraviert im Sockel am Mahnmal für die österreichischen Opfer der Shoah am Judenplatz in Wien. Das von Rachel Whiteread entworfene Mahnmal berührt in seiner Schlichtheit und in seiner Kraft. Mehr als 65.000 österreichische Jüdinnen und Juden - Kinder, Jugendliche und Erwachsene - sind im Holocaust ermordet worden.

Denkmahl mit Aufschrift: Den Lockenhauser Opfern der Shoa

13

Dreizehn Namen stehen seit November 2018 am Mahnmal für die Lockenhauser Opfer der Shoa im mittelburgenländischen Dorf Lockenhaus. 2008 wurde das Mahnmal errichtet und im Zuge des Gedenkprojekts 1938.2018 Shalom.Nachbar um zwei weitere Namen von Opfern erweitert.

Nachweislich 13 Personen aus Lockenhaus kamen in den Konzentrationslagern Auschwitz, Łodz, Maly Trostinec, Modliborzyce, Theresienstadt und Dachau ums Leben.

Max, Regina, Wilhelm, Moritz, Sophie, Gertrude, Johanna, Julie, Berta, Maier, Emanuel, Alexander und Irene

Die Homepage shalom-lockenhaus.at ist eine Gedenkseite für alle Holocaust Opfer aus Lockenhaus, auch für die, deren Schicksal unbekannt ist.

Die Homepage shalom-lockenhaus.at ist eine Informationsseite über das verloschene jüdische Leben in Lockenhaus.

Die Homepage shalom-lockenhaus.at gibt den Impuls zu weiteren Recherchen über eine verschwiegene Geschichte.

Die Homepage shalom-lockenhaus.at fördert Achtsamkeit, Menschlichkeit und die Erinnerungskultur.

Niemals wieder!

„Wenn wir es nicht vergessen, kann es niemals mehr passieren“